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(c) Brigitte Sannemüller

Wissenswertes

Lorbeer

Die Blätter stammen vom Gewürzlorbeer – auch Echter Lorbeer oder Edler Lorbeer (Laurus nobilis) genannt.
Der immergrüne Lorbeerstrauch wächst vor allem in milden Klimazonen wie zum Beispiel der Mittelmeerregion und kann eine Höhe von 10 Metern erreichen. Mittlerweile wächst der Lorbeer auch in Deutschland, in manchen Regionen sogar ohne großen Winterschutz. Im Mai wachsen kleine weiß-gelbe Blüten, später bilden sich daraus dunkelviolette Beeren. Mit einem edlen Formschnitt als Kugel oder Pyramide können Terrasse und Garten mit mediteraner Ausstrahlung gestaltet werden.
Es gibt viele Lorbeergewächse wie z. B. den Kirschlorbeer, der gern als Hecke gepflanzt wird.

Jedoch ist nur der Echte Lorbeer essbar. Beim Kirschlorbeer sind alle Pflanzenteile sehr giftig!

Da die Lorbeerblätter vom Echten Lorbeer nicht giftig sind, könnten sie theoretisch mitgegessen werden.
Jedoch ist ihre Konsistenz auch nach mehreren Stunden Kochzeit sehr zäh und sie haben ein recht bitteres Aroma. Daher sollte man sie aus Geschmacksgründen lieber vor dem Essen entfernt werden.

Lorbeerblätter ist ein traditionelles Gewürz zum Verfeinern von Eintöpfen, Suppen und Schmorgerichten, auch zum Würzen von eingelegten Gurken, Heringen, Sülzen und zur Essigaromatisierung. Lorbeerblätter sind auch traditioneller Bestandteil des Bouquet garni, einem Kräutersträußchen aus der französischen Küche zum Aromatisieren von Bouillon, Suppen und Eintöpfen.

Lorbeerblätter haben eine sehr intensive Würzkraft. Sie können frisch und/oder getrocknet verwendet werden.
Die frischen Blätter schmecken würzig, leicht bitter und haben einen intensiven Geschmack.
Die getrockneten Blätter schmecken ebenfalls würzig mit leichter Bitternote, haben aber ein harmonischeres Geschmacksaroma. Die Blätter werden nicht mitgegessen, sondern nur mitgegart und vor dem Servieren entfernt.
Bei der Dosierung sollte jedoch bedacht werden, dass frische Lorbeerblätter intensiver würzen als getrocknete. In den meisten Rezepten reicht es aus, wenn man 1-2 Blätter zum Essen gibt – bei frischen genügt oftmals schon ein Halbes.
Hat man einen Echten Lorbeer zu Hause, kann man die frischen Lorbeerblätter trocknen, um sie haltbar zu machen. Dazu kann man entweder die Lorbeerzweige zu einem Strauß zusammen binden und sie kopfüber an einem trockenen und gut belüfteten Ort hängen. Oder man legt die abgezupften Blätter in den Backofen bei 40° C Umluft. Die Blätter sind fertig getrocknet, wenn sie beim Anfassen leise Rascheln und sich leicht brechen lassen.

Die Wirkung von Lorbeerblättern wurde bereits in vielen Studien untersucht. So sollen die Blätter bei der Zellerneuerung unterstützen. Ebenfalls heißt es, dass sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel sowie den Cholesterinspiegel auswirken können. In einigen Studien konnte nachgewiesen werden, dass er bei Typ-II-Diabetes helfen kann.

Obwohl Lorbeerblätter sehr gesund sein können, sollte man trotzdem nicht zu viel Lorbeerblätter essen, denn dadurch kann es zu Bewusstseinsstörungen kommen. Die Blätter wurden aus diesem Grund übrigens in der Antike gerne für Rituale genutzt.