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(c) Brigitte Sannemüller

Wissenswertes

Kümmel


Der Kümmel (Carum carvi), auch bekannt unter der Bezeichnung echter Kümmel, zählt zusammen mit Anis, Koriander und Dill zur Familie der Doldenblütler.
Wie archäologische Funde beweisen, wurde vor 3.000 Jahren Kümmel in Europa als Gewürz benutzt und schon damals schätze man den Geschmack und seine Heilwirkung.
 

Kümmel kann im Ganzen oder gemahlen in der Küche verwendet werden. Um sein Aroma voll auszuschöpfen, sollten die Früchte am besten frisch gemahlen oder zerstoßen werden (Gewürzmühle, Mörser). Nicht nur die Spaltfrüchte, sondern auch die frischen Blätter sowie das Wurzelwerk sind Ess- und genießbar. Die feinen Blättchen sind mild im Geschmack und können ähnlich wie Dill oder Petersilie in Salat oder Suppen verwendet werden.

Als Gemüse eignen sich die Wurzeln und schmecken ähnlich wie Möhren.

Die meisten ätherischen Öle, mit dem Hauptbestandteil Carvon, welchen seinen Geschmack und Geruch ausmacht, befinden sich jedoch in den Samen, der ein würziges bis süßliches Aroma und einen leicht brennend-bitteren Geschmack hat.  

Kümmel wird häufig zu schweren, fettigen Speisen wie Schweinebraten, Ente, aber auch zu blähenden Gerichten mit Kraut, Kohl, wie z.B. Kohlrouladen oder Sauerkraut, gegeben, da er nicht nur verdauungsfördernd, sondern auch krampflösend und keimhemmend ist. Man benutzt ihn daher gern für Tees bei Magen-Darm-Beschwerden oder Blähungen. 

Sehr gut passt er auch zu Kartoffelspeisen wie Salzkartoffeln und ist ein traditioneller Bestandteil von Brotgewürz. Sehr gut harmoniert das Kümmelaroma zudem mit Käse und Rote Bete. 

Die antioxidativen Eigenschaften von Kümmel können dazu beitragen, den Körper vor freien Radikalen zu schützen, die eine Rolle bei der Entwicklung von chronischen Krankheiten spielen. Auch seine immunstärkenden Eigenschaften durch seine Vitamine und Mineralien, stärken den Körper und machen ihn widerstandsfähiger gegen Krankheiten. 

Kümmel ist jedoch weit mehr als "nur" ein aromatisches Gewürz. Kümmel kann erfolgreich gegen Zahnschmerz, Spannungskopfschmerz und Migräne eingesetzt werden, indem ein mit Kümmelsamen gefülltes Leinensäckchen oder -tuch auf die schmerzende Stelle gelegt wird. Hierzu sollte das Leinen mit zerstoßenen Kümmelsamen zu dreiviertel gefüllt, zugebunden und so lange in heißes Wasser gelegt werden, bis es vollständig durchfeuchtet ist. Zum Ausdrücken des heißen Wassers wird das Leinen zwischen zwei Holzbretter gegeben und anschließend so heiß wie möglich aufgelegt. Bei Bedarf kann diese Maßnahme mehrmals täglich wiederholt werden. 

Kümmel und Kümmelextrakte werden in einigen asiatischen Ländern seit langer Zeit traditionell zur Behandlung von Stoffwechselstörungen eingesetzt. Die vorliegenden klinischen Daten stützen diese volksmedizinische Anwendung ebenso wie tierexperimentelle Studien zur Beeinflussung des Lipid- und Kohlenhydratstoffwechsels durch Kümmel.