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Wissenswertes
 

(c) Brigitte Sannemüller

Wissenswertes

 

Thymian
 
Der Echte Thymian (auch Gartenthymian genannt) ist ein Vertreter aus der Familie der Lippenblütler und gehört damit einer der artenreichsten Familie von Heil- und Gewürzkräutern an. Die Pflanze ist u.a. verwandt mit dem Rosmarin, Salbei oder der Pfefferminze.
Der Gewöhnliche Thymian stammt ursprünglich aus den Mittelmeerländern im Süden von Europa. Häufig anzutreffen ist die Pflanze daher in Südfrankreich, Italien und Spanien. Hier wächst er auf kargem und steinigem Untergrund unter trocken-heißen Klimabedingungen. Der Thymian wurde im Laufe der Zeit in vielen Teilen der Erde eingeschleppt und dort meist aus medizinischen Gründen kultiviert.
Doch kann der Thymian deutlich mehr. In der Naturmedizin gilt die Pflanze als ein hervorragendes Heilkraut, das u.a. Erkältungskrankheiten, Husten und Magenbeschwerden lindern kann. Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Thymians brachten ihm den Titel Heilpflanze des Jahres 2006 ein.

Im Vergleich zu anderen mediterranen Kräutern sind die Blätter des Thymians relativ klein und werden meist zwischen 0,5 bis 4 cm lang. Die Form der Blätter gleicht Ellipsen und verströmen einen kräftigen, aromatischen Geruch. Auch wenn Thymian vielen möglicherweise nur als Tee oder Arzneikraut bekannt ist, wird er in vielen Gerichten zum Würzen und Garnieren verwendet, denn sowohl die Blüten als auch die Blätter sind essbar.

Der Geschmack von Thymian ist einzigartig in der Welt der Kräuter und lässt sich nicht mit anderen Kräutern vergleichen. Er ist pikant, leicht pfeffrig und zugleich lieblich, teilweise sogar leicht süß. Er kann im frischen, aber auch getrockneten Zustand verwendet werden.

In erster Linie kommt er in den Kochtopf, wenn deftige Fleischgerichte auf der Speisekarte stehen. Das Fleisch gewinnt durch das Gewürzkraut an Aroma und sorgt zudem dafür, dass fettreiche Gerichte leichter verdaulich sind. Daneben passt Thymian hervorragend zu Fisch, Geflügel, Lamm und Kalb.
Thymian ist ein hervorragendes Gewürzkraut auch für Kartoffelgerichte. Bratkartoffeln oder Ofenkartoffeln mit Thymian schmecken beispielsweise hervorragend. Kartoffelgratin lässt sich ebenfalls mit Thymian verfeinern, genau wie Thymiankartoffeln als Alternative zu Rosmarinkartoffeln. Interessant sind Flammkuchen, die statt mit Speck und Zwiebeln mit dünnen Apfelscheiben, Ziegenkäse und Thymianzweigen belegt werden. Nicht zuletzt passt er auch zu Blattsalaten oder zu in Alufolie gebackenen Schafskäse. Auch findet man in gut sortierten Honigregalen immer häufiger Thymianhonig.



Rosmarin
  
Rosmarin ist einer unserer bekanntesten und beliebtesten Küchenkräuter.
Sein ursprüngliches Herkunftsgebiet ist der Mittelmeerraum. Die Pflanze wurde bereits im Altertum von den Römern und Ägyptern kultiviert und spielte dort vor allem bei vielen Feierlichkeiten und Zeremonien eine große Rolle. In Deutschland erregte der Rosmarin vor allem wegen seiner Heilkraft für Aufsehen und wurde daher im frühen Mittelalter von Mönchen bzw. Klöstern in vielen Klostergärten kultiviert. Weitere Namen des Rosmarins sind: Rosmarie, Weihrauchkraut, Antonkraut, Meertau und Brautkraut. 
Der Rosmarin ist ein typischer Lippenblütler und mit anderen bekannten mediterranen Kräutern wie Lavendel, Salbei oder Thymian verwandt.

 

Die mehrjährige Pflanze erreicht in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet Wuchshöhen zwischen 150 cm zu 200 cm und ist ein immergrüner Strauch. Die meist dunkelgrünen Blätter des Rosmarins sind auffällig nadelig strukturiert und wirken bei Berührung etwas ledrig. Die Nadelform lässt darauf schließen, dass der Rosmarin eine perfekt auf trockene und warme Standorte spezialisierte Pflanze ist. Die Blätter weisen zudem eine Vielzahl an Öldrüsen auf, die die ätherischen Öle absondern und die Pflanze somit abkühlen.
Die Monate zwischen Mitte Mai bis Ende Oktober sind für die Ernte von Rosmarin optimal.
Rosmarin ist hocharomatisch, schmeckt leicht bitter und harzig. Der Geschmack ist mit einer Mischung aus Kampfer und Eukalyptus zu vergleichen. Für die Zubereitung in Speisen sind sowohl frische Rosmarinblätter als auch getrocknete Kräuter geeignet.

 Rosmarin ist ein wahrer Allrounder unter den Kräutern.
So lässt er sich mit vielen anderen Kräutern und Gewürzen, wie Thymian, Oregano oder Bohnenkraut bestens kombinieren, aber auch mit lauchigen,wie Knoblauch, Zwiebeln oder Bärlauch.

Frische Rosmarinzweige können auch zu einem hochwertigen Kräuteröl verarbeitet werden. Ein solches Rosmarinöl eignet sich besonders für die Zubereitung von Marinaden oder Salatdressings. Zur Herstellung wird einfach ein Rosmarinzweig in ein aromenarmes Speiseöl, für etwa vier Wochen, eingelegt.
Werden Fleischgerichten zubereitet, sollte Rosmarin immer nur sparsam verwendet werden, da er einen intensiven und aromatischen Geschmack hat. Bei gebratenen Speisen ist es auch empfehlenswert einfach einen Zweig in Butter mit anzubraten. Die Aromastoffe gelangen so einfach in die Butter und können dann an die anderen Zutaten harmonisch abgegeben werden. In Suppengerichten oder bei der Verwendung von Süßspeisen kann die Menge etwas erhöht werden.

Rosmarin ist nicht nur ein hervorragendes Würzkraut, sondern auch ein anerkanntes und wirksames Heilkraut. Im Jahr 2011 wurde er zur Heilpflanze des Jahres gekürt.
Die enthaltenen Inhaltsstoffe des Rosmarins zeigen vor allem folgende Heilwirkungen:
Schmerzstillend, tonisierend, entzündungshemmend, krampflösend, antibakteriell, entspannend und beruhigend.
Dabei können die enthaltenen Inhaltsstoffe eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen oder Beschwerden lindern, hierzu zählen u.a.:
Leichte Verdauungsbeschwerden, Zahnfleischentzündungen, Mund- und Rachenentzündung, Migräne, Erschöpfung, nervöse Unruhe, Durchblutungsstörungen, Muskelbeschwerden und Rheumatische Beschwerden.

Hinweis: In der Schwangerschaft sollte Rosmarin nur sparsam bzw. gar nicht verwendet werden. Bei Fragen zu Rosmarin und Schwangerschaft sollte stets der betreuende Arzt oder ein Apotheker befragt werden.
Weiterhin sollten schwerwiegende Krankheiten immer zunächst durch einen ärztlichen Rat abgesichert werden, bevor eine Selbstmedikation in Betracht kommt.


Majoran
 
Majoran ist eines der bekanntesten Küchenkräuter

Ursprünglich stammt der Majoran aus den Mittelmeergebieten Anatoliens. Von hier verbreitete er sich im Mittelalter bis nach Europa. In Aschersleben (Sachsen-Anhalt) wird derzeit das größte Anbaugebiet Europas bewirtschaftet.

Majoran (Origanum majorana) gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eng mit Rosmarin, Bohnenkraut oder Oregano verwandt. Er ist eine beliebte Bienenweide und gilt als wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Aufgrund der starken ätherischen Öle ist Majoran eine kräftig schmeckende Pflanze mit markantem Geruch, starker Würzkraft und sollte sparsam verwendet werden.
Die Blätter werden u.a. für folgende Zubereitungen verwendet:
Kartoffelgerichte, Wild- und Geflügelgerichte, deftige Eintöpfe, Hülsenfrüchte wie Linsen oder dicke Bohnen, Grünkohl und verschiedene Wurstsorten.

Da der Majoran eine starke Geschmacksnote hat, wird er nur selten mit anderen Kräutern kombiniert. In einigen Gerichten harmoniert er jedoch hervorragend zu Knoblauch, Petersilie oder Kümmel. Er kann sowohl frisch, getrocknet oder gefroren verwendet werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern, verliert Majoran beim Trocknen kaum an Aroma.
Majoran ist nicht nur als Gewürzkraut bekannt, sondern auch als vielseitig verwendbares Heilkraut.
Genutzt wird der Majoran schon seit der Antike. als Arznei, vor allem bei psychischen Beschwerden (Gebrechen des Haupts) und Sprachstörungen, bei Bauchschmerzen und bei zahlreichen, nicht näher spezifizierten Frauenleiden.
Auch heute spielt der Majoran in der Naturheilkunde eine große Rolle. Es sind vor allem die
ätherischen Öle, sowie Bitterstoffe und Flavonoide, die für die antibakterielle, krampflösende und teils auch sedative Heilwirkung verantwortlich sind.
Majoran wird heute u.a. für folgende Beschwerden und Krankheiten verwendet:
Magenschmerzen und Bauchgrimmen, Gallen- und Darmbeschwerden, Durchfall, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, nervöse Unruhe, Kopfschmerzen, Schnupfen, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Zahnfleischbluten, Geschwüren und Gelenkschmerzen und zur Wundheilung.

Er kann als Tee, Salbe, pur, in Kräuterkissen oder als Badezusatz verwendet werden. Als Hausmittel wird die Majoransalbe häufig bei Schnupfen, Magenschmerzen und Gelenkschmerzen verwendet. Majorantee kann z.B. bei Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen oder bei Erkältungskrankheiten verwendet werden.

Nebenwirkungen: Majoran sollte nie länger als zwei Wochen angewendet werden, da ein häufiger und langfristiger Gebrauch zu Kopfschmerzen führen kann. In der Schwangerschaft sollte Majoran, vor allem das ätherische Öl, gemieden werden, da es die Gebärmutter stimulieren kann.



Oregano